Zinkmünzen

Zinkmünzen

In diesem Artikel erfahren Sie, wie man Zinkmünzen reinigt, pflegt und was man nicht mit Münzen aus Zink machen sollte.

Zusätzlich gibt es einige wichtige Informationen.

Zugegeben sind Zinkmünzen nicht gerade die Creme dela Creme unter Sammlermünzen. Münzen aus Zink findet man Hauptsächlich unter den kleineren Nominalen wieder.  In der deutschen Geschichte tauchten sie immer wieder unter den Pfennigen auf. Als Legierungsbestandteil kam Zink in Kombination mit anderen Metallen wie Eisen, Kupfer oder Zinn zum Einsatz.




Zinkmünzen haben im Umlauf nur eine kurze Lebensdauer. Feuchtigkeit und andere Umwelteinflüsse lassen sie schnell dunkelmatt anlaufen. Starke Abnutzungsspuren sind bei benutzen Zinkmünzen deutlich zu sehen.

 

Notgeld aus Zink

In Zeiten der Not wurde  gern auf minderwertigen Materialien zurückgegriffen. Da Zink reichlich vorhanden ist und zugleich kostengünstig ist, wurde Notgeld häufig daraus hergestellt. Diese einfach geprägten Gelder haben dafür recht geringere Auflagen, was sie vereinzelt zu seltenen Sammlerstücken macht. Öfters haben Notgelder einen lokalen Bezug mit regionalen Prägungen. Infolgedessen können auch Zinkmünzen unter Sammlern recht beliebt sein.

Notgeld mit regionaler Prägung
Notgeld mit regionaler Prägung

 

Zinkmünzen reinigen

Bevor man sich die Mühe macht Zinkmünzen zu reinigen, sollte man erst einmal prüfen ob sich der Aufwand überhaupt noch lohnt. Stark angefressene Zinkmünzen sind kaum noch zu retten. Die Reinigung mit dem Silbertauchbad ist auf keinen Fall zu empfehlen. Wer dennoch eine chemische Reinigung bevorzugt, kann diese mit Kaiser Natron* feucht abreiben. Danach die Münze ausreichend unter fließendem Wasser abspülen.

Ultraschallbad oder weiche Bürsten

Eine schonendere Reinigung ist es, die Münze mittels Ultraschallgerät zu säubern. Dazu verwendet man als Bad eine warme Seifenlauge. Zusätzlich kann man die Münze mit einer Silberdrahtbürste vorsichtig bearbeiten. Eine mechanische Reinigung mittels Bürste (weichen Messingbürsten oder Silberdrahtbürsten) versprechen gute Erfolge, solange die Münze noch nicht zu stark korrodiert ist. Während des Bürstens die Münze hin und her drehen um ein einseitige Rillen zu vermeiden.

Zu beachten:

Bei der Reinigung ist darauf zu achten, dass die Münze nicht bis zum Spiegelglanz aufzubürstet wird. Eine Münze soll immer ihrer Zeit entsprechen. Künstlich erzeugter Glanz (Katzenglanz) ist unter Sammlern nicht wirklich beliebt. Da Münzen aus Zink eine porige Oberfläche besitzen, dauert es länger bis diese wieder trocken sind. Um die Münze schneller zu von der Feuchtigkeit zu befreien, legt man sie auf die Heizung oder bläst sie mit einem Föhn ab.

Tipp: Es ist Clever seine ersten Reinigungs- und Konservierungsversuche an kaputten Münzen zu versuchen.

 

Zinkmünzen konservieren

Zinkmünzen die es bis in die Sammlung geschafft haben müssen unbedingt konserviert werden. Denn allein schon eine zu hohe Luftfeuchtigkeit kann die Oberfläche erneut angreifen. Ein gut geeignetes Hausmittel dafür ist  Paraffinöl*. Dazu legt man die Sammlermünze für 1 – 3 Tage ins Ölbad.

Danach kann die Münze vorsichtig abgetupft werden. Um anschließend einen sicheren Schutz zu gewährleisten, sollte man das Zaponieren nicht vergessen. Ist die Münze ausreichend versiegelt, kann nicht mehr viel schief gehen. Wer dennoch den Schutz steigern will, sollte sie in Münzkapseln einbetten. Größere Sammlungen lassen sich dagegen ideal in ein Münzalbum unterbringen.




Was man nicht mit Zinkmünzen machen darf

  • Nicht zusammen mit anderen Münzen lose in einen Beutel aufbewahren.
  • Zinkmünzen ohne Konservierung oder ohne Schutzkapsel aufbewahren.
  • Nicht im Silbertauchbad reinigen.
  • Nicht mit Klebeband oder Tesafilm bekleben.
  • Die Münzen nicht polieren.