Goldmünzen

Goldmünzen

In diesem Artikel erfahren Sie alles wichtige über Goldmünzen.

Die Königin aller Sammelobjekte sind Goldmünzen. Gold ist nicht nur das bekannteste unter den Edelmetallen, es hat auch die Menschen seit jeher in seinem Bann gezogen. Nachdem heutzutage keine Goldmünzen mehr im Umlauf sind, haben sie ihre primären Plätze im Bereich als Wertanlage oder Sammelobjekt eingenommen.

 

Eigenschaften von Gold

Das Edelmetall bietet zur Münzherstellung hervorragende Eigenschaften. Da es sehr weich ist lässt es sich gut verformen, eine Prägung kommt dadurch mit sämtlichen Details hervorragend zur Geltung. Ein weiterer Pluspunkt liegt in der sehr guten Korrosionsbeständigkeit. Gold oxidiert nicht, bildet keine Patina und behält immer seinen charakteristischen Prunk.  Der Glanz einer antiken Münze aus Gold bleibt somit über  Jahrtausende erhalten.

Doch trotz all der positiven Eigenschaften kann Gold leicht zerkratzt werden. Ein vorsichtiger Umgang mit solch wertvollen Sammlerstücken sollte deshalb selbstverständlich sein. Wie man mit teuren  Münzenrichtig Umgeht erfahren Sie im Artikel „Richtiger Umgang mit wertvollen Sammlermünzen“.

 

Geschichtliches zur Goldmünze

Gut 700 Jahre vor Christus hat man in Lydien (heute Westtürkei) die ersten Münzen geprägt. Diese Geldstücke waren aber noch nicht aus reinem Gold, sondern aus einer in der Natur vorkommende Legierung namens Elektron (Gold / Silberlegierung).

Da der Materialwert antiker Münzen (Kurantmünze) auch deren Kaufkraft entsprach, gab es wegen den unterschiedlichen Reinheitsgraden der Legierung gewisses konfliktpotential unter den Kaufleuten. Wen  man Pech hatte, bekam man eine Münze mit weniger Goldanteil als eigentlich abgesehen. Die Folge war ein unfairer Tauschhandel.




Um dem entgegenzuwirken ließ ein lydischer König Goldmünzen ab sofort einheitlich herstellen. Die Grundlage einer identischen Prägung in Gewicht und Reinheit, war für die Münzgeschichte ein entscheidender Meilenstein.

 

Vom römischen Aureus zum Solidus

Anfangs 200 v. Chr. wurde bei den Römern ein Goldnominal mit dem Namen Aureus eingeführt. Durch seinen sehr hohen Feingehalt hatte er umgerechnet eine Kaufkraft von 25 Silberdenaren. Auf seiner prunkvollen Vorderseite waren die Portraits römischer Kaiser abgebildet, die sich nach ihrer Herrschaft jeweils auswechselten.

Gute 500 Jahre später wurde er durch den Solidus, eine römisch-byzantinische Goldmünze, unter Kaiser Konstantin I. abgelöst. Als Nominal hatte dieser bis ins hohe Mittelalter bestand.

Byzantinische Goldmünze Solidus
Byzantinische Goldmünze Solidus

 

Der Goldstater

In der historischen Geschichte des Geldes darf der Goldstater nicht fehlen. Wieder waren es die Lyder wo dieses Nominal als ersten prägten. In der Historie setzte sich diese Geldeinheit auch in anderen Teilen der Erde durch. Die Ägypter führten den Goldstater ca. 400 Jahre v. Chr. ein.

In Mitteleuropa verbreiteten die Kelten den Stater. Anfangs hatten sich die Kelten stark nach griechischen Vorbildern orientiert, um ihre Motive zu gestalten. Die Abbildungen auf keltischen Statern wirkten anfangs noch recht primitiv, mit der Zeit wurden sie aber immer detailreicher und makelloser. Münzsammler erfreuen sich heute großer Beliebtheit solcher Stücke.

Keltische Goldstater Goldmünzen
Keltische Goldstater auch Regenbogenschüsselchen genannt

Keltische Regenbogenschusselchen

Eine beliebte Bezeichnung für keltische Münzen ist der Ausdruck „Regenbogenschüsselchen“. Das liegt zum einem wohl an der ganz untypischen Form, die an eine kleine, dicke Schüssel erinnert. Nach alten Sagen und Geschichten liegt am Ende der Regenbogen ein Goldschatz. Das ist auch schon der zweite Grund woher die Bezeichnung Regenbogenschüssel stammt, gemeint sind damit keltische Goldstater.

 

 

Materialwert und Sammlerwert einer Goldmünze

Im Gegensatz zu Anlagemünzen, deren Wert sich nach dem aktuellen Goldkurs richtet, bestimmen Angebot und Nachfrage sowie Zustand und Auflage, im Wesentlichen den Sammlerwert. Deswegen werden für Sammlermünzen aus Gold weitaus höhere Preise im Verkauf erzielt, als der eigentliche Materialwert.

 

Goldmünzen sammeln

Es sind die Stücke wo jedes Sammlerherz höher schlagen lassen und Hände zum Schwitzen bringen. Antike Goldmünzen zählen in der Numismatik zu den gefragtesten Exemplaren überhaupt. Durch den Wert des Goldes ist ihr Nominal automatisch das Größte. Gleichzeitig ist dadurch die Auflage umso geringer. Wer seine Sammlung mit Münzen aus Gold erweitern will, der sollte nach richtigen Kabinettstücken Ausschau halten. Wichtig ist hierbei, dass sich die Prägung in einen sehr schönen Zustand befindet. Solche Stücke dürfen dann gern zum Mittelpunkt einer Kollektion werden und verzaubern.

 

Anlagemünzen aus Gold

Gold ist unumstritten einer der solidesten Wertanlagen und das seit Menschengedenken. Als beständiger Sachwert trotz es jeder Inflation. Denn in Zeiten einer starken Geldentwertung wird der Preis einer Sachanlage steigen. In Krisenzeiten hat sich Gold daher immer wieder bewährt. Bemessen werden Anlagemünzen aus Gold mittels der Feinunze. Diese entspricht in etwa 31Gramm reines Gold.

Die beliebtesten Anlagemünzen aus Gold  sind:

  • Krügerrand
  • Maple Leaf
  • Schweizer Vreneli
  • Britannia
  • Nugget
  • Lunar Serie
  • Känguru



Goldmünzen reinigen

Grundsätzlich ist davon abzuraten Goldmünzen zu reinigen. Der Grund dafür ist, dass Gold (mit hohen Feingehalt) nicht Schmutzig wird, anläuft oder oxidiert. Man würde durch die Reinigung mehr kaputt machen als es von Nutzen wäre.

Wenn eine Goldmünze trotzdem oberflächlichen Schmutz aufweist, kann man sie Vorsichtig in einem Ultraschallbad reinigen. Anschließend gründlich unter fließenden Wasser abspülen und trocknen. Wichtig ist hier wieder, dass man keine Münzen aus unterschiedlichen Metallen ins gleiche Wasserbad legt, da die Metalle miteinander reagieren können.

 

Goldmünzen richtig aufbewahren

Genauso wie man Goldmünzen nicht reinigen soll, braucht man sie auch nicht konservieren. Bei der Handhabung und Aufbewahrung sollte man dennoch auf einige Dinge achten.

Da Gold anfällig gegenüber Kratzern ist, darf man es nur Vorsichtig anfassen. Gerade mit einem Fingerring aus einem härteren Metall, wie Edelstahl, kann man die Münze schnell zerkratzen oder beschädigen.

Goldmünzen aus dem deutschen KaiserreichGoldmünzen aus dem deutschen Kaiserreich
Goldmünzen: Deutsches Kaiserreich 20 Mark

Auf keinen Fall darf man mehrere Goldmünzen lose in einem Beutel aufbewahren oder sie darin transportieren. Davon ist Grundsätzlich bei allen Münzen abzuraten. Durch Bewegung würden sich diese gegenseitig Beschädigen. Für den Transport einzelner Münzen sind Münzkapseln am besten geeignet.

Eine Goldmünzen-Sammlung darf auch ruhig schon mal in einem hochwertigen Münzkoffer oder einer  Münzkassette aufbewahrt werden. Münzalben wirken bei solch wertvollen Stücken wie Goldmünzen eher anspruchslos.

 

Diebstahlsichere Lagerung von Gold

Da Goldmünzen sehr wertvoll sind, sollten diese diebstahlsicher verschlossen werden. Ein Tresor sollte deswegen eingemauert sein oder ein so hohes Eigengewicht besitzen, dass es unmöglich ist diesen davon zu tragen. Wem so etwas nicht zur Verfügung steht, der sollte über Optionen wie ein Bankschließfach nachdenken.

 

Was man nicht mit Goldmünzen machen darf

  • Zusammen lose mit anderen Münzen in einen Beutel aufbewahren.
  • Goldmünzen sollten nicht mechanisch gereinigt werden.
  • Nicht Klebeband oder Tesafilm bekleben.
  • Goldmünzen auf keinen Fall ungeschützt aufbewahren.
  • Goldmünzen unbedingt diebstahlsicher lagern.
  • Nur bei seriösen Händlern oder bekannten Quellen kaufen.
  • Nicht ins Münzbild greifen.