Was ist Numismatik?

Was ist Numismatik?

Das Wort Numismatik leitet sich aus dem altgriechischen ab und Bedeutet so viel wie „das Gültige“ bzw. „die Münze“. Somit lässt sich sagen, dass es sich bei der Numismatik um die Lhere der Münzkunde handelt.

Die Frage „was ist Numismatik“ ist also durchaus berechtigt in diesem Zusammenhang.




 

Mit was beschäftigt sich die Numismatik als Wissenschaft?

Die Numismatik als Wissenschaft beschäftigt sich vor allem mit dem Geldwesen im historischen Aspekt. Ebenfalls sind Medaillen, Papiergeld, Edelmetallbarren und antike Objekte ein Teil des Studiums.

Die Lehre der Münzkunde hatte bereits im 14 Jahrhundert seinen Ursprung und ist bis heute ein sehr bedeutender Bestandteil in der Archäologie.

In der heutigen Zeit hat sich natürlich die Münzkunde mit ihren Numismatikern bedeutend weiterentwickelt. Beispielsweise gehört die numismatische Gesellschaft Berlin mit zu den ältesten und bedeuteten Gesellschaften ihrer Art an.

 

Die Münzkunde: Warum Numismatik für die Menschheit von großer Bedeutung ist

Mittlerweile begleiten Münzen die Menschheit schon seit mehreren tausend Jahren. Dabei verfolgt Geld drei wesentliche Ziele:

  1. Wertspeicher: Um Vermögen zu speichern und aufzubauen.
  2. Messmittel: Damit man eine Referenz über den Wert des Tauschobjektes hat.
  3. Tauschmittel: Um einen einfachen Warentausch zu ermöglichen.

 

Anfangs waren Münzen noch nicht wirklich als solche zu erkennen. Denn sie glichen eher einem kleinen Metallbarren ohne Prägung und Design. Nachdem die ersten Geldstücke zu Beginn noch mit recht primitiven Motiven geprägt wurden, entwickelten sich diese, mit der Zeit zu wahren Kunstwerken.

Als Motive dienten dabei oft Abbildungen von Herrschern, Königen und Gottheiten. Zusätzlich gaben unterschiedliche Münzmetalle und Gewichteinheiten dem Geldwesen eine große Vielfalt. Daraus entwickelten sich anschließend die unterschiedlichsten Münznominale.

Des Weiteren geben Schriftzüge auf antiken Münzen wichtige Rückschlüsse auf geschichtliche Ereignisse wieder. Folgend wurde zu Beginn des 14 Jh. im europäischen Raum damit angefangen die Jahreszahl auf Münzen zu prägen. Zu Weiteren wichtigen Kennziffern auf Münzen gehören Prägestätte, Nominal und Hoheitssymbol.

 

Münzen und die Archäologie

Mit all dem Wissen über Nominal, Abbildung, Schriftzug, und Münzmetall, lässt sich eine Münze ziemlich genau zeitlich einordnen. Solche Datierungen von Münzen sind in der gesamten Archäologie ein unverzichtbarer Wissensschatz.

Wie Bedeutet Münzfunde bei einer Ausgrabung sein können, zeigt sich in der Altertumskunde immer wieder. Werden beispielsweise in einem alten Grab neben Funden wie Bronzeschmuck, Lanzen oder  Schwerter auch Münzen gefunden, so lässt sich anhand der Münzen ziemlich genau datieren, wann der Begrabene damals verstorben ist. Demzufolge lassen sich auch die die beigelegten Grabbeigaben zeitlich exakt einordnen.

Zusammenfassend kann man deswegen sagen, dass Münzen einen wesentlichen Teil dazu beigetragen haben, die Geschichte der Menschheit aufzudecken.



 

Die Reinheit des Münzmetalls: Gibt interessante Informationen darüber wie gut es den Menschen damals ging

Ein weiterer interessanter Rückschluss auf das damalige Leben gibt die Reinheit des Münzmetalls von Kurantmünzen wieder. Dabei handelt es sich um Gold- oder Silbermünzen, deren Kaufkraft gleichzusetzten ist mit dem vorhandenen Materialwert.

In Krisenzeiten, Hungersnöten und Kriegsjahren wurden nämlich solchen Münzen immer mehr „schlechte“ Legierungsbestandteile wie Kupfer beigemischt. Logischerweise brachte dies eine Geldentwertung hervor oder anders ausgedrückt eine Inflation war geboren. Die Folge war, dass man die  guten Münzen mit dem hohen Anteil an Silber lieber hortete anstatt diese auszugeben. Dabei entstand ein Teufelskreis, der meistens nur durch eine Währungsreform wieder aufgehoben werden konnte.